Fanggründe – Ein Küstenkrimi!

Ein junger Krabbenfischer begeht Selbstmord. Nachweislich. Bald darauf stirbt ein weiterer Fischer, der sich dem ersten Toten als Mentor angenommen hatte. Jetzt ist es Mord! Um diese beiden Todesfälle herum spinnt Natascha Manski eine spannende Geschichte.

Tomma muss ermitteln. Die junge Frau ist gerade zur Leiterin der Mordkommission befördert worden. Im Butjadinger Land, gelegen zwischen Jadebusen und Wesermündung, soll die Kommissarin den Fall lösen.
Es ist lesenswert und unterhaltsam, wie Kommissarin Tomma Petersen zusammen mit ihrem Partner den Fall knackt. Die Geschichte lebt von Gegensätzen. Die Fanggründe der Fischer sind von Offshore-Windparks bedroht. Tradition steht gegen Moderne. Dies spiegelt sich auch bei den Ermittlern wider. Die moderne Kommissarin hat es alles andere als leicht. Ihr Partner, Komissar Spandorff, ist ein brummiger norddeutscher Polizist – ein Mann alter Schule der immer noch ohne Mobiltelefon arbeitet. Auch das Aussehen von Tomma passt nicht so ganz in die Gegend hinter dem Deich. Ihr Vater ist Japaner.
So machen die beiden sich daran, eine Mauer des Schweigens zu durchbrechen. Denn überraschend viele Menschen haben etwas zu verbergen. Viele Motive bieten sich an und am Ende ist nichts wie es eigentlich zu sein schien.

Dieser Krimi lebt nicht von Blut und Gewalt, sondern von interessanten Charakteren, die einem beim Lesen immer sympatischer werden. Die Geschichte ist flüssig geschrieben. Es fällt schwer, das Buch zur Seite zu legen. Wenn der Fall dann gelöst ist, möchte man gleich schauen ob es noch ein Buch mit diesem Team gibt. Natascha Manski nützt typisch norddeutsche Elemente. Trotzdem rutscht es nicht in die flache Welt der Klischees ab. Man hat Lust auf mehr. Nur: was der Angelköder auf dem Titelblatt mit Krabbenfischen zu tun hat, wird wohl ein ungelöster Fall bleiben………

Weitere Bücher von Natascha Manski:

https://portal.dnb.de/opac.htm?query=Woe%3D136633994&method=simpleSearch

Über Christianne Nölting

Christianne Nölting

Im Norden geboren. Im Norden ausgebildet. Dem Norden tief verbunden. Voll der Norden in Person!

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