Viel Pomp um Dahlien

Während mancher wehmutsvoll an schöne Sommertage zurückdenkt, freuen sich Hamburger und Besucher von Außerhalb auf eine besondere Attraktion, die nur im Herbst zu genießen ist: ein Spaziergang im Dahliengarten gleich beim Hamburger Volkspark. Blütenrausch pur!

400 Dahliensorten wetteifern mit ihren zahlreichen Blüten um die Gunst der Betrachter. Selbst wenn die Sonne sich über Hamburg nicht ganz so viel Mühe gibt, leuchten sie farbenprächtig um die Wette. Seit 1920 gibt es den Dahliengarten der Stadt Hamburg gleich neben dem Volkspark in Bahrenfeld.

Im Jahr 2002 wurde der Dahliengarten unter Denkmalschutz gestellt. Die Hamburger freute das. Nicht nur weil kein Eintritt verlangt wird, ist er ein gern besuchter Ort. Wem auch immer nicht ganz klar ist, was Dahlien für Blumen sind, der wird es nacht dem Besuch wissen und mit Sicherheit nicht vergessen. Vielleicht auch wegen der ausgefallenen Namen. Darf es vielleicht ein Hirschgeweih sein? Hier ist es:

Mal etwas Neues: weiß-rosa Hirschgeweih.

In jedem Jahr bekommt eine neue Züchtung einen prominenten Paten an die Seite. Sie geben der Neukreation ihren Namen. So teilen sich in den zahlreichen Blumenbeeten zum Beispiel die Dahlien „Otto Waalkes“, „Rolf Zuckowski“, „Jan Fedder“, „Achim Reichel“ oder „Steffi Graf“ ein Plätzchen in der Herbstsonne.

Weißer Pomp!

Damit die jeweilige Dahlie des Jahres nicht vergessen wird, hält Maren Lassen sie auf Leinwand fest. Seit 15 Jahren begleitet die Naturmalerin die Dahlien durch ihre Blütezeit. Sie liebt diese Blumen. Sind sie doch ähnlich wie Mandalas aufgebaut. Aus der Mitte heraus malend entsteht ständig Neues. Mandalas sind für sie kleine gemalte Abenteuer. Genauso wie die Dahlien.

Wenn nicht gerade Kundschaft ruft, dann ist Zeit für ein wenig Lektüre

Bei Maren Lassen entstehen ganz eigene Kreationen. Fantasie wird nie ausgeschlossen. Gern kann eine der schmucken Herbstblumen dann auch wie ein Regenbogen aussehen. Die Vielfalt und Formen faszinieren die Malerin schon lange. Sie liebt es, die Natur auf der Leinwand festzuhalten. Um diese Berufung ausleben zu können, musste sie erst berufliche Umwege gehen. Da gibt es beispielsweise Stationen als Schaufensterdekorateurin in Paris oder als Gestalterin einer Fibel.

Auch echt: echt gemalt.

Unkonventionelles liegt ihr. Sie macht gern Dinge, die man „nicht darf“ – beispielsweise Ölfarbe mit dem Aquarellpinsel benutzen. Wichtig ist, dass das Werk gut aussieht. Es muss ansprechen. Entsprechend gern werden ihre Bilder gekauft. Und nicht nur die. Auch schmucke Postkarten, Lesezeichen und vieles mehr umfasst ihr Sortiment.
Zurück im Garten schmeicheln die „echt fotografierten“ Blüten dem Auge. Es gibt kaum eine Farbe, die es nicht gibt. Hier einige Impressionen, die Worte überflüssig werden lassen:

Wer diese Pracht noch in diesem Jahr genießen möchte, sollte sich flugs auf den Weg machen. Spätestens wenn Väterchen Frost das Zepter in die Hand nimmt, ist es endgültig vorbei mit dem verschwenderischen Schauspiel.

Der Dahliengarten ist täglich von 8.000 Uhr – 20.00 Uhr geöffnet.

Mehr dazu:

www.Dahliengarten-Hamburg.de

Bilder:

Paradiesgarten
Maren Lassen
Tel. 040 – 8804726

Über Christianne Nölting

Christianne Nölting

Im Norden geboren. Im Norden ausgebildet. Dem Norden tief verbunden. Voll der Norden in Person!

Eine Meinung über “Viel Pomp um Dahlien

  1. Ein Besuch lohnt sich!!!!! Wir waren schon da.

    Rolf Albat | | Antworten

Hinterlasse deine Meinung