Malerisches gar nicht Grau!

Ganz klar: im Frühling powert die Natur los als ob es kein Morgen gäbe. Auch der Sommer steckt all seine Kraft in die Natur. Und die dankt es, indem sie scheinbar Unüberwindbares mit Leichtigkeit überwindet.

So wie dieser Strandhafer hier, dem es offensichtlich gut gefallen hat, durch Asphalt hindurch zu wachsen. Anstrengend muss das gewesen sein. Er sieht jetzt müde aus…

Auf gut Norddeutsch würde man nun sagen: „De is dröög. Dor is dat Best vun af!“ So trocken ist er. Seine beste Zeit hat er gehabt.

Ganz anders sieht das für die Fliederbeeren aus. Aus den zarten Holunderblüten aus dem Frühling werden jetzt schöne schwarze Beeren. Da freuen sich Menschen und Vögel. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst – oder kocht Fliederbeersuppe oder Fliederbeergelee. Es sei denn, die gefiederten Freunde waren schneller und haben alles weggenascht. Dann ist es Essig mit der Suppe…

Ein sehr „rotes Grau“ bieten die Hagebutten. Leckere Vitamin-C Lieferanten. Machen nur ein wenig Mühe. Wer einmal die Kerne entfernt hat, weiß, wie sie nerven können. Aber der Gedanke an erntefrisches Hagbuttenmus lässt so manchen Kummer und manche Qual aus dem Vorjahr vergessen: also doch wieder ran! Es lohnt. Auch wenn wir die wahre Freude erst im Winter so richtig empfinden, weil da die Arbeit mit den roten Beeren längst vergessen ist.

Auch nicht die Bohne ein bisschen grau, sondern einen satten schwarzen Anblick schenken uns die Brombeeren. Lecker! Die Wegesränder sind voll davon und diejenigen, die hoch hängen, sind für die Tiere meist unerreichbar. Wir Menschen kommen aber gut an. Das sollten wir ausnutzen. Auf dass uns die Brombeermarmelade ein wahrer Gaumenkitzler sei!

Aber das, was uns die Natur im Herbst schenkt, ist doch meist mit Arbeit verbunden. Und sind wir da immer drauf aus? Eindeutig NEIN! Ein Strandspaziergang darf es auch sein. „Oben mit“ und „Unten ohne“ und rein in die See! So kalt ist das doch noch gar nicht!

Oder darf es noch schnell einer der wenigen Strandspaziergänge in kurzer Hose sein? Noch einmal durchatmen, bevor wir damit auf den nächsten Frühling warten müssen. Die Jahreszeit mit dem blauen Himmel und der explodierenden Natur, die uns nie trist scheint. Da können die herbstlichen Tage locker mithalten! Die Tage, die kein bisschen grau sind, sondern ganz schön bunt!

Und wenn der Himmel doch mal sein malerisches Grau zeigt, dann kann das einen ganz simplen Grund haben… Dann ist es vielleicht einfach nur Abend!

Ich mag den Herbst. Du auch? Was sind für Dich die schönen Seiten dieser Jahreszeit? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Über Christianne Nölting

Christianne Nölting

Im Norden geboren. Im Norden ausgebildet. Dem Norden tief verbunden. Voll der Norden in Person!

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