Golf mal anders

Golf spielen muss nicht „Schampus und Bussi Bussi sein“. Kein runder Ball und kein Handycap. Der „Förderverein Freibad Lägerdorf“ hat sich genau das gedacht und den etwas anderen Golfplatz für die Besucher gebaut.

Karierte Hosen und dicke Schlitten sehe ich hier erstmal nicht. Stattdessen reges Treiben am Fahrradständer und kreischende Kinder. Arschbombe vom Dreier. Das spritzt! Neben der Badeaufsicht ein Schild, dessen Bedeutung mir anfangs nicht ganz klar ist. Haben die hier im Freibad Angst vor nassen Füßen?

So ein Golfplatz will gut organisiert sein.

Nein, das hat tatsächlich mit besagter Sportart zu tun. Hier wird Gummistiefel-Golf gespielt. Und das kommt zur Abwechslung mal nicht aus den Staaten, Paris oder Mailand. Diese Sportart ist „Made im Norden“. Ob es einen amtierenden deutschen Meister gibt, konnten die Athleten mir nicht beantworten.

Nichts für trockene Füße. Wer erwischt den besten Stiefel?

Vor dem ersten Schlag, in diesem Fall Stiefelwurf, sucht sich jeder Sportler das passende Spielgerät aus. Die Farbenpracht reicht heute von grün bis lila. Praktisch. Denn wenn es mal matschig ist, wird das Spielgerät genutzt, um trockenen Fußes von A nach B zu kommen.

Das erste Hindernis wartet auf die „nordischen Golfer“

Zum Glück sind die Wege nicht so lang wie auf dem großen Golfplatz. Kann aber schon mal gefährlich werden. Denn das Beach Volleyball-Feld ist direkt nebenan. Achtung Querschläger! Die Konkurrenz ist klein heute. Allerdings nur körperlich. Denn die Anzahl der Teilnehmer ist trotz Schmuddelwetters beachtlich. Na klar, bei Nieselregen ist das Ganze doch viel authentischer.

 

Mit genügend Zielwasser wird der Stiefel beim ersten Versuch durch den Reifen geworfen.

Insgesamt zehn Hindernisse sind zu meistern. Dazu hat jeder Spieler acht Versuche. Wer scheitert, bekommt zwei Strafpunkte aufgebrummt. Höchste Konzentration ist bei den Teilnehmern also angebracht, damit der Stiefel sein Ziel erreicht.

Sei doch nicht so geknickt, Kollege

Informationen:

Internet: www.foerderverein-laegerdorf.de

Auch die Tonne wird für viele zum Stolperstein.

 

Über Gerrit Hoss

Gerrit Hoss

Ich bin Musiker, Autor diverser Magazine und Radio-Journalist beim NDR. Ich mag es bunt und wohl intoniert. Deshalb klingt der Norden für mich am schönsten.

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2 Meinungen über “Golf mal anders

  1. Hallo Gerrit, mit einem Lächeln habe ich die tollen Bilder und Deine passenden Zeilen genossen. Recht herzlichen Dank Gruß Anne

    Anne M. | | Antworten
  2. Hey Gerrit,
    süßer Beitrag….passt alles! vor allem in unsere Gefilde. Werde den Gedanken des kleinen gallischen Dorfes nicht los 😉 🙂

    Monika Stender | | Antworten

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