(K)ein märchenhafter Märchenstrand

Ein Gang über den Strand garantiert garantiert Abwesenheit von Langeweile. Viele verblüffende Dinge gibt es zu entdecken. Bei den meisten bleibt der Grund ihrer Existenz an diesem Ort ein Rätsel. Dieser Beitrag gibt ein paar Beispiele. Wir nehmen die Dinge unter die Lupe. Um zumindest ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, befragen wir am Ende dieses Beitrags das supersteinige Strandorakel.

Der gemeine Küchenschwamm. Manche nennen ihn auch Topfschwamm. Das darf man aber  nicht zu laut in seiner Gegenwart sagen. Dann ist er beleidigt.

Spongus Cucina

Schließlich hat er recherchiert! Dabei meint er herausgefunden zu haben, dass viele Menschen ihn mitsamt seiner Sippschaft mögen. Sie nennen seine Verwandten auch gern „Schwammerln“. Und dieser Schwamm weiß, wie alle anderen auch: das sind Pilze. Die sind eine echte Delikatesse, oft selten, oft teuer und überaus beliebt. Darauf ist Spongus Cucina richtig stolz. Er fühlt sich seither wie ein echter Strandpilz. Das ist doch fast schon so etwas wie ein Glückspilz! Darum will er da nun auch gern liegen. Oder nicht? Wer weiß….  Schwamm drüber!

Das Aufel-Drama in vielen Akten

Es war einmal ein kleiner König. Der war mit seinem Gefolge an einem wunderschönen Strand. Die Sonne schien. Die Wellen waberten. Das war der ideale Tag für den Bau eines neuen Schlosses – oder zumindest einer Burg. Der kleine König war zufrieden. Und so dauerte es nicht lang und die Burg stand mit all ihrer Pracht vor ihm. Da zog ein Unwetter auf. Damit begann das große Unglück!

Aufel allein am Strand

Wie wilde schwarze Drachen schossen die Wolken über ihn und sein Gefolge hinweg. Hastig sammelten sie ihr Hab und Gut zusammen und flüchteten aus dieser Wolkenhölle. …. Der kleine König schrie:“Aufel, Aufel!“ Niemand verstand ihn. Sie nahmen ihn einfach unter den Arm und schleppten ihn in Sicherheit. Er weinte. Leise. Und er trauerte. Er trauerte um Aufel. Nichts und niemand half ihm. Der kleine König zog sich in sich zurück. Dann half er sich selbst. In der nächsten Zeit konnte das Volk vernehmen, wie er immerzu „sssscccccchhhh“ machte. Immer wieder „sssscccccchhhh“. Sie konnten nicht wissen warum. Dabei war der kleine König nur klug. Er hatte bitter aus seinem Unvermögen gelernt. Für Aufel kam das leider zu spät. Sie blieb ganz allein am  Strand zurück. So sagt man zumindest. Wahrscheinlich ist das wahr!

Fast ein Fehde-Handschuh!

Wer reitet da tief durch den Sand? Es ist der Ritter nachts am Strand!

Handschuh des schwarzen Ritters

Er ist schwarz, der Strand ist dunkel. Am Hintern plagt ihn ein Furunkel. Den Ritter schmerzt das wirklich doll: „Ich hab` die Nase gründlich voll! Aus dieser Sache steig ich aus.“ Runter vom Pferd und ab nach Haus. Vor Wut wirft er „OH ACH, OH WEH“, den schwarzen Handschuh in die See. Die Geschichte macht doch Sinn. So kam der Handschuh wohl dahin.

Französin allein gebettet! Welch Vergeudung!

Crème de la Crème.

Das Auge des Betrachters erkennt sofort: Echte Sahne! Eine waschechte Französin! Oh là là! Sie ist aus der Normandie! Aber, oh Graus! Eine Sahneschnitte vom Feinsten wird sie wohl nicht mehr. Warum hat sie ihre Freunde (das Baguette und den Wein) verlassen? Was verschlägt sie zu uns? War es dort nicht mehr schön genug? Oder ist sie eine Weltreisende aus Prinzip? Wie soll man das schon wieder wissen? Nun liegt sie da. Ausgemergelt. Von Leere erfüllt. Die Arme.

Von echtem Schrot ohne Korn

Es war einmal ein Jäger aus Kurpfalz am Strand. Der sah einen Fuchs und sagte: „Fuchs! Du hast die Gans gestohlen! Gib sie wieder her! Sonst werd ich Dich gleich mal holen! Mit dem Schießgewehr!“

Spuren des kurpfälzer Jägers.

Der Fuchs machte große Augen, blieb aber gelassen. Es war noch ein sehr junger Fuchs – sozusagen ein unschuldiges Füchslein. Es hatte noch nie eine Gans gestohlen. Von solchen Missetaten hatte es nur aus alten Liedern gehört. Und wen kümmern schon alte Lieder? Dieses Füchslein jedenfalls nicht. Also schaute es den Jäger freundlich an und fragte: „Aber Jäger, warum hast Du denn so große Augen?“ Der Jäger antwortete prompt: “ Das ist so, wenn ich Dich über Kimme und Korn angucke!“ Das Füchslein dachte noch über diese gediegene Antwort nach. Kimme und Korn kannte es nicht. Auf alte Liedtexte hörte es nicht. Plötzlich knallte es fürchterlich am Strand. Es knallte so laut, dass das Füchslein gar nicht mehr denken konnte. Was war nun passiert? Man weiß es nicht wirklich. Man weiß nur: das Füchslein war seiner Denkfähigkeit fortan vollends beraubt. Alles was blieb, war eine einsame Patronenhülse – und die hatte ihr Pulver verschossen.

Reingefallen! Versprechen auf den Leim gegangen!

Vitamin C kann ja jeder und hat ja jeder. Vitamin B braucht man ja eigentlich gar nicht. Jedenfalls ist das alles so, wenn man eine Pampelmuse ist.

Vitamin D tanken. Oder Vitamin T danken?

Diese wollte etwas Anderes. Sie wollte mehr. Sie wollte ganz viel Vitamin D. Also ab in die Sonne. Da tankt man so was. Das wusste sie. Aber trotzdem: liegt sie hier richtig? Hier weiß man es: NEIN! Da ist eindeutig jemand auf den Mythos „Vitamin D macht schön“ hereingefallen. So`n Schiet! Vielleicht hätte sie lieber auf Vitamin T bauen sollen. Anstatt unnütz Vitamin D zu tanken, hätte sie dann zumindest Vitamin T danken können. Das wäre doch mal eine sinnvolle Beschäftigung, oder? Allemal besser als rumgammeln.

Kluge Feststellung und Empfehlung des supersteinigen Strandorakels:

Diese Dinge am Strand  werfen einfach zu viele Fragen auf. Das nervt nur und hilft nicht. Helft diesen Dingen! Bringt sie weg vom Strand! Sie sind lieber fort als dort!

Über Christianne Nölting

Christianne Nölting

Im Norden geboren. Im Norden ausgebildet. Dem Norden tief verbunden. Voll der Norden in Person!

Eine Meinung über “(K)ein märchenhafter Märchenstrand

  1. Solange Menschen denken, das ihr Müllproblem gelöst sei, wenn es aus ihren Augen entschwunden ist, haben wir ein Problem. Ob der Müll im Meer landet oder in fragwürdigen Endlagern verbuddelt wird, ist nicht der springende Punkt. Überflussproduktion und Wegwerfmentalität, die gerade von der Industrie momentan als die beste Lebensform durch die Produktion von nichtreparierbaren Gebrauchsartikeln propagiert wird, lehren den Verbraucher alles andere, als sorgsam mit Dingen oder Materialien umzugehen. Das sorg- und verantwortungslose Kapitaldenken von seelenlosen Finanzmanagern in ihrem gierigen Streben nach immer mehr Rendite fördert die Umweltverschmutzung, anstatt sie aufzuhalten.

    Claus Beese | | Antworten

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