Dunnerkiel!

Wenn ein Plattsnacker „Dunnerkiel“ ruft, dann will er damit nicht zum Ausdruck bringen, dass er etwas am Strand gefunden hat. Der Donnerheil hat auch als Ausruf des Erstaunens „Dunnerkiel nochmool!“ Eingang ins Niederdeutsche gefunden.

Donnerkeile sind am Ostseestrand häufig zu finden.

Erstaunlich sind diese 70 Millionen Jahre alten Fossilien ja auch. Immerhin sind es die Reste von Tintenfischen – oder genauer: die steingewordenen Spitzen ihrer Gehäuse. Noch heute gibt es lebende Verwandte in der Nordsee, die Sepia.

Steinküsten sind ideale Fundorte

Gut geguckt ist halb gefunden.

Grober Kies ist die ideale Fundstelle für Donnerkeile. In der Fachsprache heißen sie Belemniten und stammen aus der Kreidezeit, dem Mesozoikum.

Der Sage nach sollen sie gegen Blitzschlag und Krankheiten helfen. Sagen sagen viel…

Bestimmt stimmt: wo es Donnerkeile gibt, sind hier und da auch versteinerte Seeigel zu finden.

Die Seeigel sind aber eindeutig seltener. Um sie zu finden muss das Auge auch sehr viel geübter sein. Donnerkeile sind leichter zu entdecken. Sie sind länglich, schlank, durchschimmernd und braun. Wenn sie nass sind, sehen sie fast wie Bernstein aus. Wenn man sie findet, sollte man sie schnell in die Tasche stecken. Denn wer weiß – vielleicht wird man dann ja wirklich nicht vom Blitz erschlagen. Obwohl es schon reichen kann, wenn man bei Gewitter einfach nicht auf dem Deich steht…. Dunnerkiel!

 

Über Christianne Nölting

Christianne Nölting

Im Norden geboren. Im Norden ausgebildet. Dem Norden tief verbunden. Voll der Norden in Person!

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